Dienstag, September 13, 2016

Indiofrauen wenig begeistert von "zivilisierter" Gesellschaft

Noch gibt es indigene Völker, die abgeschieden von der sogenannten Zivilisation im Amazonas-Regenwald leben. Die Chancen, weiterhin ungestört nach ihren kulturellen Vorstellungen zu leben werden jedoch immer kleiner. Illegale Gold- und Edelsteinschürfer, die skrupellose Holzmafia und Fazendeiros mit Riesenrinderherden zerstören nicht nur weiterhin ihre Lebensräume, sondern bringen auch Krankheiten in die abgelegensten Winkel des Regenwaldes, gegen die die Ureinwohner Südamerikas nicht gefeit sind.

Beinahe sind auch zwei Frauen daran gestorben. Nachdem sie in einem Indiodorf, das schon Kontakt mit den nichtindigenen Strukturen hat, Hilfe gesucht haben, sind sie in einem Krankenhaus behandelt worden. Gefallen hat ihnen unsere Gesellschaft aber nicht. Wieder gesund, haben sie sich auf den Rückweg zu ihren Wurzeln gemacht. 

Der Artikel "Amazonas-Indianer werfen Blick auf „uns“ – und kehren zurück in den Regenwald" beschreibt ihre Erfahrungen auf eindrucksvolle Weise und wirft einmal mehr die Frage auf, warum der Staat nichts oder kaum etwas gegen die Holzmafia unternimmt. Aber auch wir sind gefragt, die wir alles möglichst billigst einkaufen und haben wollen, egal wo es herkommt. Bevor ich mich jetzt aber über unseren gedankenlosen Konsumrausch auslasse, empfehle ich euch lieber den lesenswerten Artikel von Survival International.

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